Die südfranzösische Stadt ist Badeort, Hafenstadt, Kulturmetropole und Vergnügungsviertel zugleich - und mediterrane Großstadt mit knapp 350.000 Einwohnern. Viele Restaurants haben sich auf Touristen ausgerichtet.
Die fünftgrößte Stadt Frankreichs bietet eine Menge Möglichkeiten zum Ausgehen, vom schlichten Café bis zum Glamour-Club. Ähnlich verhält es sich mit den Restaurants, die sich zum großen Teil in den Gassen der Altstadt, an der Promenade und an den Quais befinden. Von dort hat man einen schönen Ausblick auf die "Bucht der Engel" (Baie des Anges). Den mehrgängigen Touristenmenüs, die allenthalben angeboten werden, kann man eher ein akzeptables Preisleistungsverhältnis nachsagen als französischen Kochkunst. Diese entdeckt man selten in den Touristengegenden mit viersprachigen Speisekarten wie z. B. am Blumenmarkt. Pizzerien lassen sich in Nizza an jeder Ecke finden, häufig Kettenbetriebe, aber auch einen großen Pizzaladen gibt es mit den größten und am besten belegten Teigfladen der Stadt.
Feine Restaurants liegen u. a. am Hafen, in denen man schnell über 50 Euro für drei Gänge bezahlt. Ähnlich sind auch die Preise in den Restaurants der großen Hotels. Aber ein Abend auf einer Dachterrasse mit Blick aufs Meer bei leichter Cross-over-Küche französisch-asiatisch kann ein recht stivolles Ferienerlebnis sein. Während der Hochsaison im Sommer spielt sich das Nachtleben von Nizza vorwiegend in den Bars und Kneipen der Altstadt ab. Wer ein bisschen geschickt im Suchen ist, findet hier zum Auftakt einer langen Nacht einige empfehlenswerte Speiselokale. Generell sollte man schauen, ob an den Restauranttüren Aufkleber oder Täfelchen mit Auszeichnungen zu sehen sind. Falls ja, bedeutet dies schon eine gewisse Sicherheit für Qualität und Genuss. Im nördlichen Teil des Viertels mit seinen verwinkelten Gassen befinden sich unweit des Busbahnhofes einige Restaurants mit vorwiegend einheimischen Gästen, darunter auch ein nordafrikanisches, mehrere mit regionaler mediterraner Küche sowie ein besonders ausgefallenes Lokal. Hier betritt man eine ebenerdige Weinhandlung und sucht sich einen der zahlreichen und überwiegend hochwertigen Rotweine aus. Mit diesem begibt man sich in den Keller, der als sogenanntes Käserestaurant eingerichtet ist. Verschiedene warme Käsespeisen kann man bestellen, aber die meisten Gäste kommen wegen des Käsebüffets, von dem man sich Leckereien zum Wein holen kann.
Eine Nacht in der Stadt lässt sich im Freien beim Essen beginnen. Die Auswahl der Restaurants in Nizza ist groß. Man kann koscher oder vegetarisch speisen, türkisch, libanesisch, iranisch, mexikanisch, chinesisch, indisch und japanisch. Es gibt Texas-Steaks vom Grill, italienische oder provenzalische Spezialitäten. Fangfrische Fische und Meeresfrüchte aus dem Mittelmeer werden vielerorts serviert. Da sollte man sich zuvor die Tagespreise genau anschauen. Außer den üblichen internationalen Gaststätten gibt es auch gutbürgerliche, traditionelle und regionale Küche sowie einige Gourmettempel, in denen Nouvelle Cuisine gekocht wird. Beliebt sind auch kleinere Bistros, in denen man den Patrons über die Schulter schauen und z. B. gefüllte Sardinen oder andere Spezialitäten bestellen kann. In diesen einfachen Lokalen legt man mehr Wert auf frisch zubereitete Gerichte als auf feine Gläser und Bestecke, und man sollte diesen rustikalen Stil mögen, um sich hier wohlzufühlen. Solche Restaurants leben meist von ihren Stammgästen. Nach einem guten Essen kann man sich gestärkt durch das Amüsierviertel und das Nachtleben von Nizza treiben lassen.